Edoardo Erba: Utøya

Ein Hör-Schau-Spiel


Aufführungstermine im Frühjahr 2019 in Freiburg und Umgebung!



Am 22. Juli 2011 gab es in Norwegen zwei zusammenhängende Anschläge des norwegischen Rechtsextremisten Anders Behring Breivik gegen norwegische Regierungsangestellte in Oslo und gegen Jugendliche in einem Feriencamp auf der norwegischen Insel Utøya, denen 77 Menschen zum Opfer fielen. 

Um 15:25 Uhr zündete Breivik vor dem Bürogebäude des Ministerpräsidenten eine Autobombe im Zentrum der norwegischen Hauptstadt. Bei der Explosion wurden acht Menschen getötet und weitere zehn Menschen verletzt. 

Zwei Stunden später erschoss der Täter auf der Insel Utøya in einem Feriencamp der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiderpartiet, Arbeidernes Ungdomsfylking (AUF) 69 Menschen. Das Massaker dauerte etwa 90 Minuten.

Nicht der Täter interessiert den Autor, auch nicht die tatsächlichen Opfer sollen vorkommen im Theater – Edoardo Erba hat die Echos in der Wirklichkeit drum herum zum Klingen zu bringen versucht, vom Tag vor dem Attentat an. Zu diesem Zweck hat er drei Paare erfunden: Die drei Paare wechseln einander ab im Spiel und in immer neuen Wendungen wird die Verzweiflung angesichts des Geschehens beschworen. 

Aktiv werden wollen, aber nicht können; ja sogar wissen, dass im Moment überhaupt nichts hilft, gerade den Eltern nicht – das ist das zentrale Spannungsfeld in Erbas dreifachem Echo-Spiel. 

Wir wollen diesen drei Paaren unsere Stimmen leihen und sie in ihrer Ohnmacht und in ihrer Überforderung hörbar machen. 

Ein Hör-(Schau)-Spiel, das sich ganz auf den Text von Eduardo Erba konzentriert.

Peter Haug

NN

Ilja Baumeier


Sabine Flack

Natalia Herrera

Dirk Schröter